Warum man nie Zeit zum Lernen hat, aber trotzdem ins Kino geht

Veröffentlicht: 29. Oktober 2010 von angekreuzt in Schulalltag

Sicher kennt ihr das auch alle: Morgens sitzt man vor einem Zettel voller Aufgaben, steht unter Zeitdruck und weiß beim besten Willen nicht, was der Lehrer, der einen vom Lehrertisch aus gehässig angrinst, denn überhaupt meint, geschweige denn, was die Lösung der Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben ist.

von gänseblümchen 23

Lernen ist (leider) immer noch die beste Methode

Kurz und gut, man hat einen kompletten Black-Out in der Klassenarbeit. Ich nehme an, dass das euch allen schon einmal passiert ist. Aber warum?
Hat man sich nicht nach dem letzten Desaster erst dafür entschieden, schon eine Woche vor der Arbeit anzufangen zu lernen? Wahrscheinlich, aber dann hat man am Montag keine Zeit, weil man so lange Schule hat, am Dienstag kommt die Tante- natürlich kurzfristig. Am Mittwoch läuft ein ganz toller Film im Fernsehen, am Donnerstag hat man einen Kieferorthopädietermin, bei dem man natürlich stundenlang warten muss und dummerweise den Hefter auf dem Schreibtisch vergessen hat, wo er sehnsüchtig darauf wartet, wenigstens aufgeschlagen zu werden. Am Wochenende fährt man zu Omas Geburtstag und als man dort den Hefter aus dem Rucksack ziehen will, fällt einem auf, dass der immer noch auf dem Schreibtisch liegt. Als man am Sonntag viel zu spät nach Hause kommt, weil Mama noch schnell ein Stück Kuchen essen wollte, aus dem schnell 2,3,4,5 wurden, will man endlich beginnen zu lernen, aber dann muss die kleine Schwester doch noch Mathehausaufgaben machen, die man ihr schließlich löst – damit wenigstens einer früh ins Bett kommt – und am nächsten Morgen sitzt man vor dem Blatt und kann sich an gar nichts mehr erinnern. Selbst wenn man noch so fleißig gelernt hat, holt einen spätestens mitten in der Arbeit die Realität wieder ein und man hat einen völligen Black-Out.

Black out - und es ward dunkel ...

„Daran ist nur mein enger Zeitplan schuld!“, heißt es dann wieder, aber hätte man nicht eigentlich noch ein paar Lücken zum Lernen finden können?
Dieses Phänomen heißt „Prokrastination“: Man schiebt das Lernen vor sich her und nutzt äußere Einflüsse, um sich selbst dafür zu rechtfertigen.

Beginnt man jedoch rechtzeitig, behält man den gelernten Stoff auch nach der Klassenarbeit noch.
Wenn ihr also richtig lernen wollt, müsst ihr euren inneren Schweinehund überwinden und einfach mal anfangen. Mit netter Musik (wenn es nicht ablenkt) kann Lernen auch ganz schön sein!

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Kommentare
  1. charlotte sagt:

    ganz meiner Meinung;)

  2. Marlene Woschni sagt:

    ähem. Das kommt mir irgendwie bekannt vor: Also wie man sieht, übe ich auch gerade für meine Englischklausur morgen. Aber das wird sowieso nichts mehr. Deshalb gehe ich lieber gleich in die Badewanne und leg mich dann hin. Morgen fahre ich immerhin mit dem Bus und kann dann noch mal ein wenig die Vokabelblätter überfliegen…nicht wahr?

  3. Benedikt sagt:

    Ich hab immer probleme, wenn ich recherchieren muss. Denn wenn ich an meinem PC sitze, gibt es immer so viele Websites, auf denen man „mal kurz“ vorbeischauen könnte. Nur bleibt man immer ad hängen oO

    MfG, Benedikt

    • Martin sagt:

      Ja Bendikt.
      Eigentlich müsste ich für den vor uns liegenden mathetest lernen, aber auch ich schaue gerne auf so vielen Websites vorbei. Eine davon ist diese hier. Ist aber auch besser als Vektorrechnung 🙂

  4. franziska sagt:

    Toller Artikel! 🙂

    • Tilmann sagt:

      Wobei es ja leider genau das Schwierige an der ganzen Sache ist, den inneren Schweinehund zu überwinden und zu lernen. Also was mir immer hilft, ist zum Beispiel nicht im eigenen Zimmer sondern in der Küche, im Wohnzimmer oder im Garten zu lernen. ohne Musik 😀

      Trotzdem guter Beitrag!

      Grüße

      • charlotte sagt:

        guter Tipp, werde ich dann gleich mal (also irgendwann, nach überwindung des schweinehundes) ausprobieren

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