Woran glaubst du?

Veröffentlicht: 18. November 2010 von angekreuzt in Kritik, Schulalltag

An Gott. An das Leben. An mich. Oder an etwas anderes?

aurumetargentum

Dienstag war „Tag des Glaubens“, eine allzu bekannte Veranstaltung am Evangelischen Kreuzgymnasium. Es ist zur Routine geworden, jedes Jahr den Tag vor dem Buß- und Bettag dem Glauben zu widmen. Und jedes Jahr kann der Schüler etwas mitnehmen (und die Lehrer sicher auch); eigene Erlebnisse, Erfahrungen und vielleicht Erkenntnisse über sich selbst.
Die zehnten Klassen durften dieses Jahr, zur Empörung manch kleinerer und größerer Schüler (da diese normalen Unterricht hatten), die Ausstellung „Kraftwerk Religion“ im Hygienemuseum besuchen und hatten damit einen nicht ganz so normalen Unterrichtstag.
Zur Beruhigung der empörten Schüler: Was macht man in einem Museum, wenn man eine Führung durch eine mit Statuen, alten Fliesen und Kopftüchern bestückte Ausstellung über das Thema Religion erhält? Man könnte es als Auffrischung des Religionsunterrichtsstoffes aus den letzten vier, fünf Jahren nehmen.
Islam, Judentum, Christentum, Buddhismus, Hinduismus. Die ganze Reihe durch.
Das Problem besteht nur darin, dass es sehr schwierig ist, zwei Stunden Dauerreden zuzuhören, denn Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das menschliche Gehirn Ruhephasen braucht und deshalb noch nicht mal 90 Minuten durchweg aufmerksam sein kann. Da sind dann 120 Minuten eindeutig zu viel. Und wenn jemand sagt, dass der Schüler sich nicht so haben solle, dann kann er das in der Kommentarfunktion tun und gleich einen Lösungsvorschlag dazulegen. Anregungen sind erwünscht!

Aber zu der eigentlichen Frage „Woran glaubst du?“ – Ein Bestandteil der Ausstellung im Hygienemuseum.
Ich weiß ja nicht, ob ihr euch schon einmal diese Frage gestellt habt, aber ich kann, wenn ich meine Gedanken der letzten Jahre durchforste, einige Stellen entdecken, wo diese Frage auftauchte. Vielleicht nicht immer im religiösen Sinne, aber da ist etwas. Der Glaube ist immer wieder wichtig, egal wann, in der Kirche, in der Schule, in der Freizeit, in der Familie. Es gibt so viele Situationen im Leben eines Menschen, wo man Halt braucht und den findet man doch häufig im Glauben. Es muss nicht immer der religiöse, auch der Glaube an sich selbst kann es sein, das nötige Selbstvertrauen in sein Können, der Glaube an seine Mitmenschen, an seinen Rettungsring.
Für mich ist beides wichtig: Der Glaube an Gott auf der einen Seite als Konstante in meinem Leben, denn zu Gott kann jeder kommen, egal wer man ist. Vor Gott sind alle gleich, niemand wird ausgeschlossen.
Und der Glaube an sich selbst auf der anderen Seite, das Selbstbewusstsein und Vertrauen, womit man die größten Schwierigkeiten überwinden kann, auch wenn man es sich zuvor nicht zugetraut hat.
Hattet ihr schon mal solch eine Situation des Glaubens an Gott oder sich selbst? Woran glaubt ihr?

Und wer Anregungen zur Antwort dieser Frage bekommen möchte, kann sich die Ausstellung im Hygiene-Museum, „Kraftwerk Religion“, ansehen, denn ich denke:
Wenn man sich diese Ausstellung individuell und in Selbstregie betrachtet (und nicht in Zeitraffer durch Zeitmangel), kann man alle und damit viel mehr Einzelheiten und Besonderheiten der vielen Ausstellungsstücke erkennen, als wir es am „Tag des Glaubens“ konnten.

 

Ausstellung im DHMD: „Kraftwerk Religion“
(↑ mit interessanten Videos!)

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Kommentare
  1. charlotte sagt:

    Woran ich glaube? Eine gute Frage! Ähm, also manchmal an mich und meistens an irgendetwas übergeordnetes wie zum Beispiel Gott (aber definiere das erst mal! Gar nicht so leicht, was?). Es gibt aber Situationen, indenen ich an nichts glaube. Zum Beispiel wenn mir gerade mit einem Schwall von Tatsachen an den Kopf geschlagen wurde…
    Na ja, so ungefähr 😉

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