Kann das sein?!

Veröffentlicht: 25. März 2011 von angekreuzt in Allgemein, Kritik, Schulalltag

Liebe Schüler, liebe Lehrer, liebe Leser,
zu unserem Artikel muss, um ein falsches Verständnis und mögliche, sich daraus entwickelnde weitere Konflikte zu vermeiden, noch etwas gesagt werden.

Von uns Schülern werden ausdrücklich höfliche Umgangsformen gefordert – das ist auch sicherlich gerechtfertigt und erstrebenswert. Es häufen sich in letzter Zeit allerdings Fälle, in denen diese umgekehrt natürlich nicht von allen, aber von einigen Lehrern krass verletzt werden. Es gibt sicherlich Situationen, in denen Schüler so sehr provozieren, dass einem als Lehrer mal der Geduldsfaden reißt. Immer öfter passiert das jedoch auf eine Art und Weise, die nicht mehr als gerechter Zorn, sondern schlicht und ergreifend als bloßstellende Demütigung verstanden werden muss. Nahezu unmöglich erscheint es, sich als Schüler gegen solche Fehltritte zu wehren.
Aus diesem Grund wird jetzt der folgende Artikel veröffentlicht. Er soll als Aufruf an beide Parteien verstanden werden, sich in die jeweils andere Situation hineinzuversetzen, Missverständnisse aufzuklären und Konfliktsituationen im gegenseitigen Respekt voreinander zu entschärfen.
Wir bitten euch, in eventuellen Kommentaren zu diesem Artikel keine Namen zu nennen. Derartige Beiträge werden nicht veröffentlicht – unser Blog soll kein Ort sein, an dem man mit Beleidigungen und Verdächtigungen um sich wirft.
Weiterhin ist zu sagen, dass in den erwähnten Fällen die Betreffenden sich persönlich angegriffen und beleidigt fühlten. Es ist nachvollziehbar, dass in der Kürze der Schilderungen vor allem deren Sicht zum Ausdruck kommt. Der Zusammenhang, in dem sie geschehen sind, fehlt und kann eventuell die Perspektive und die Bewertung auf das Geschehen verändern.
Grundsätzlich halten wir das Geschehen nicht für typisch an unserer Schule.

„Raus! Ich kann deine grinsende Fresse nicht mehr ertragen!“

© Maren Beßler / pixelio.de

Ich blicke auf. Ich sitze in einem Klassenzimmer im vierten Stock, ich habe Deutsch. Ich habe grade mit den Mädchen am Tisch hinter mir rumgealbert, aber das Grinsen auf meinem Gesicht ist jetzt weggewischt. Herr B. funkelt mich an. Seine Unterlippe bebt. Er deutet auf die Tür. Verwirrt gucke ich mich um. Ist das ein Scherz? Einige Leute haben sich zu mir herumgedreht. Sie wirken überrascht, vielleicht wegen der Lautstärke des Schreis. Anna steht der Mund offen, Herr B. hat sie mitten im Satz unterbrochen.
„Raus!“
Er rührt sich nicht; er wartet darauf, dass ich ihm gehorche. Was soll ich tun? Aufstehen und rausgehen? Zwanzig Leute beobachten mich. Würde das nicht schwach erscheinen? Ich weiß, ich habe gequatscht, aber ich kann ihm doch nicht diesen Triumph gönnen. Einfach sitzen bleiben kann ich allerdings auch nicht. Ich merke, wie meine Wangen heiß werden. In der ersten Reihe kichert jemand nervös. Langsam stehe ich auf und bewege mich zur Tür. Ich versuche, eine trotzige Miene zu wahren. Anna will weiter reden.
„Warte, bis der Idiot draußen ist.“
Ich achte nicht auf Herrn B. und seinen gehässigen Kommentar, aber den Kloß in meiner Kehle kann ich nicht so leicht ignorieren. Ich beschleunige meine Schritte. Dann bin ich im Flur und knalle die Tür hinter mir zu.
Herr B. schmeißt in dieser Stunde noch einen weiteren Schüler raus, Anna verlässt den Unterricht aus Protest.

Noch heute, ein paar Wochen später, brennt der Gedanke an diesen Vorfall.

Vor dem ganzen Kurs wurde ich gedemütigt, und die Geschichte verbreitete sich in der halben Schule. Ich habe natürlich versucht so zu tun, als ob es mir überhaupt nichts ausgemacht hätte und als ob ich die Freistunde genossen hätte. Ich bin nicht sicher, ob es mir gelungen ist.
Denn es war mir nicht egal. Klar, niemand wird gerne beleidigt, aber das wirklich Schlimme ist die Art und Weise, wie es geschehen ist. So eine öffentliche Erniedrigung steckt man nicht so einfach weg, am liebsten würde ich es Herrn B. so richtig heimzahlen. Aber was soll man denn machen, schließlich sind Lehrer immer noch Autoritätspersonen. Ich bin von ihnen abhängig und werde es sein, solange ich in ihrem Unterricht sitze.
Mittlerweile ist das alles schon eine Weile her und ich habe festgestellt, dass ich mit meiner Wut nicht weiterkomme, letztlich stelle ich mich durch irgendwelche Racheaktionen doch nur mit Herrn B. auf dieselbe Stufe. Wahrscheinlich war auch ich nicht ganz unschuldig an der Situation, aber Provokation hin oder her, ein Lehrer darf seinem Ärger doch nicht auf so eine Art Luft machen! Ich habe versucht, alles ein bisschen nüchterner zu betrachten und mich umzuhören, wie andere mit solchen Situationen umgehen. Dabei habe ich gemerkt, dass es fast jedem schon einmal ähnlich ging. Natürlich ist man wütend und frustriert und möchte sich wehren, aber trotzdem nutzt kaum ein Schüler die Möglichkeiten, die er hat. Und dafür gibt es einen simplem Grund: die Angst vor Konsequenzen. Sicherlich, ich könnte mit Vertrauenslehrern, der Schulleitung oder sogar dem Lehrer selbst reden, aber was, wenn der Lehrer dann alles an mir auslässt? Wenn er mich für immer hassen wird und mir schlechte Noten gibt? Oder mich den Rest der Schulzeit ignoriert? Da lasse ich den ganzen Spießrutenlauf durch alle möglichen Instanzen doch lieber sein und beiße mir dafür auf die Zunge oder lästere mir ein bisschen den Frust von der Seele.
Dabei würde ich Herrn B. gerne klarmachen, dass ich ihn nicht bestrafen will, ihm keine Mahnung oder Ähnliches einhandeln will. Ich würde gerne helfen, die Situation zu verbessern und ihm klarzumachen, wie es einem als Schüler dabei geht.

Wie würden Sie sich fühlen …

… wenn jemand Ihr Gesicht als ‚Grinsefresse‘ bezeichnete?
Wenn man Sie aus dem Unterricht würfe, weil Sie die Hausaufgabe auf kariertem statt auf liniertem Papier erledigt haben?
Sie sich keinen Stuhl mit rausnehmen dürften, selbst wenn Sie unter einer diagnostizierten Rückenkrankheit leiden?
Wenn sich über Sie lustig gemacht würde und Sie vor der Klasse vom Lehrer gemobbt würden, weil Sie den Stoff nicht verstehen?
Wären Sie einverstanden, wenn Ihnen vorgeworfen würde, Sie wollten die Lehrerin bloßstellen, obwohl Sie aus Interesse nachfragen?
Wenn Sie als „dumme Kuh auf einer Wiese“ beschimpft würden? Ihnen vorgeschlagen würde die Schule zu wechseln?
Sich nach Ihnen mit den Worten erkundigt würde: „Wo ist die Dumpfbacke B.?“
Was würden Sie denken, wenn auf eine höfliche Entschuldigung „Was soll denn hier heißen ‚Entschuldigung‘? ‚Entschuldigung‘ sagt man wenn’s einem leid tut.“ geantwortet würde?
Wenn Sie in einem Test eine 6 kriegen würden, weil Sie mit Bleistift geschrieben haben?
Wäre es für Sie in Ordnung, wenn ich zu Ihnen sagen würde: „B., raus, oder ich mach dich rund. Ach nee, runder geht ja gar nicht!“
Wären Sie bereit, einem Lehrer Geld zu zahlen, nur damit er eine Frage wiederholt, die Sie nicht verstanden haben?
Fänden Sie es gerechtfertigt, wenn die Lehrerin mitten im Unterricht ihren Geldbeutel herausholt und hineinschaut, nur um danach zu erklären, sie hätte das getan, um noch einen Sinn darin zu sehen, die Klasse zu unterrichten?

Ich war gespannt, wie sich Herr B. in der nächsten Stunde verhalten würde.

Um es kurz zu machen: Er hat mich ignoriert. Ich habe natürlich nicht mit einer Entschuldigung gerechnet, aber einfach so zu tun, als wäre nichts passiert?
Möglicherweise versucht er, die Sache zu vergessen. Vielleicht hat er es ja gar nicht so gemeint oder er schämt sich sogar für das, was er gesagt und getan hat. Falls ja, würde ich mir wünschen, dass er noch einmal zu mir kommt. Wahrscheinlich war auch mein Verhalten nicht ganz in Ordnung. Aber ein Sich-Anfeinden, ein schwelender Konflikt, damit ist niemandem geholfen.

Lieber Herr B.!

Wenn Sie das gelesen haben wissen Sie vielleicht, wie sich so etwas anfühlt. Wie machtlos man sich vorkommt und vor allem wie wortlos. Denn in direkten Gesprächen kann man als Schüler keine Lösung sehen, die wirklich zu einer Verbesserung der Situation führt, und aus diesem Grund habe ich die ganze Sache jetzt öffentlich gemacht. Ich weiß, dass Lehrer kein leichtes Leben haben und dass wir Schüler häufig Anlass für viel Frust bieten, aber vielleicht könnten Sie sich ja in Zukunft mehr Mühe geben, mir und meinen Mitschülern den Eindruck zu vermitteln, sie wären zu konfliktlösenden Gesprächen bereit.
Ich würde mir wünschen, dass Sie es schaffen, sich offen und ehrlich zu entschuldigen. Mit uns wie ein erwachsener Mensch zu reden. Schließlich erwarten Sie nichts anderes von uns.

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Kommentare
  1. Rodriguez sagt:

    Finde es sehr interessant, dass das Thema zur Sprache kommt, und wie es auf verschiedene Art und Weise reflektiert wird. Meiner Meinung nach stehen einem Lehrer – bei aller Menschlichkeit, mit ihren Fehlern und Macken, die wir auch keinem Lehrer entziehen wollen – solche Beleidigungen einfach nicht zu. Egal wie extrem man provoziert wird und was für einen schlechten Tag man vielleicht hat, solche „Betitelungen“ (seien sie auch nur aus Spaß)
    sind ganz einfach inakzeptabel. Schwache und Starke wird es immer geben und es wird auch immer Leute geben, die so etwas absolut an sich abprallen lassen und Andere die von so etwas extrem verletzt sind. Da man nie wissen kann, wie resistent jemand gegen Beleidigungen/derbe Späße (seien es Wutausbrüche oder derbe, spaßig gemeinte Späße auf Kosen einer Person) ist – DARF so etwas einfach nicht passieren.

    Davon abgesehen kann ich den Kommentaren vor mir bezüglich der eigentlich bekannten großen Kompetenz und Schülernähe unseres Lehrerkollegiums voll zustimmen und auch dass man sich diesbezüglich auch nicht beschweren kann. Damit will ich sagen, dass wir wahrscheinlich sehr froh darüber sein können, dass ein Fall wie dieser „erst jetzt“ bzw. nicht so häufig wie vielleicht an anderen Schulen vorkommt, wo das Schüler-Lehrer-Verhältniss schlechter ist. DENNOCH sind Beleidigungen der genannten Art, meiner Meinung nach, völlig unangebracht und inakzeptabel.

  2. Tigerente sagt:

    An Schüler:

    Ich glaube, dass dieses Problem der Aggression untereinander kein alleiniges Lehrer-Schüler Problem ist, sondern nur ein Abbild des Stresses der in unserer gesellschaft verankert ist. Durch die Leistungsgesellschaft, die wir immer mehr aufbauen, steht jeder unter dem Druck beste Leistungen abzulegen. Das gilt auch für Leher und Schüler. Der Lehrer muss die Klasse im Griff haben und sie zu einem guten Notendurchschnitt zu führen. Fall er das nicht schafft, ist er sowohl unter Kollegen als auch unter Schülern als „durchsetzungsunfähig“ verrufen und wird von Schülern und Kollegen nicht ernst genommen. Wenn diese Phase erreicht ist, hat der Lehrer Angst vor die Klasse zu treten und aus der Angst wird Aggression, die manchmal einfach ausbricht. Ich möchte jetzt doch einmal einen Namen nennen, weil diese Person unsere Schule schon lange verlassen hat. Ich spreche von ***, die Chemie an unserer Schule unterrichtete. Sie wurde gemobbt, sowohl von den Schülern, als auch nachgewiesener Weise von den Lehrern. Sie hatte immer wieder Ausfälle, wo ihre Angst sich durch Aggression äußerte. Lehrer müssen dauerhaftes lästern ertragen und das die Arbeit, die sie verrichten müssen respektlos oder garnicht durch ihre Schüler anerkannt wird. Dies beginnt bei jedem Spruch wie „schule ist scheiße“ und endet bei Herumfletzen und übertriebenem Gequatsche im Unterricht. Jetzt kann man natürlich sagen die haben sich den Beruf ausgesucht, aber ich finde, das viele Schüler erst lernen müssen, dass die Lehrer versuchen ihnen etwas mitzugeben. Daher sind Reaktionen auf Fragen des Lehrers wie:“ Ich hab keinen Bock zu antworten“ unangebracht.

    An die Lehrer:

    Nachdem ich aber natürlich auch Vorfälle wie den hier beschriebenen nicht billige, möchte ich jetzt auch auf die Sichtweise des Schülers eingehen.
    Ein Schüler in unserer heutigen zeit geht an den Anforderungen, die von allen Seiten gestellt werden fast kaputt, da er sie nicht alle bewältigen kann. Dem Schüler wird jeden Tag aufs neue eingetrichtert, dass man nur mit Leistung und wenn man gut ist es im Leben zu etwas bringt. Gelobt werden öffentlich vor der Klasse immer nur die Besten. Der Lernfortschritt des einzelnen wird nicht gelobt.Das führt dazu, dass dem Schüler die Bestätigung für sein Tun fehlt. Das führt dazu, das es erhebliche Mängel bei den meisten am Selbstvertrauen gibt. Es wird dem Schüler viel zu wenig vermittelt, das er egal wie er in der Schule ist, einen Wert hat. Jeder müsste von den Lehrern als Inbegriff der Pädagogik gesagt kriegen: Du bist wie du bist und es ist gut wie du bist. Gerade diese Wertschätzung setze ich eigentlich an einer Schule wie unserer voraus.Die mangelnde Anerkennung, führt auch zur Respektlosigkeit gegenüber dem Lehrer, um unbewusst in eine Abwehrhaltung zu gehen.Die meisten Schüler fühlen sich allerdings nicht wegen den Lehren unwohl, sondern weil sie das Gefühl haben für nichts zu genügen. Dies wird durch Lehrer, die von Anfang an sagen, bei mir gibt es nichts Besserers als 12 Punkte nicht besser. Warum kann man die Leistung eines Schülers, auch wenn sie vielleicht nicht perfekt ist sondern „nur“ „sehr gut“ nicht mit 14 punkten bewerten. Warum erkennt man die Leistung des Schülers nicht an? Warum kann man einem Schüler der in Englisch leistungschwach ist und immer 4 punkte hat nicht, wenn er einmal etwas besser war, 6 Punkte geben auch wenn es bei den anderen vielleicht nur 5 wären? Wie sollen Schüler Lehrer wertschätzen wenn ihnen diese Wertschätzung nicht entgegen gebracht wird? Der Schüler traut sich nicht darüber zu sprechen, denn er möchte stark wirken und so tun als würde er dem ganzen Druck stand halten.

    Fazit:
    Das Leher-Schüler-Dasein beruht auf gegenseitiger Unterstützung und jeweiliger Wertschätzung der Arbeit. Es ist daher enorm wichtig, dass mehr über die Lehrer – Schüler – Beziehung gesprochen wird. Vorfälle wie dieser sind natürlich schlimm, aber vielleicht geht es manchen Lehrern genauso und sie können es auch nicht sagen. Jedem rutsch mal etwas aus dem Mund, dass das Gegenüber verletzt. Wichtig ist darüber zu reden. Es gibt immer Menschen die ein Problem miteinander haben, aber grade diese Menschen sollten sich miteinander austauschen um sich zu verstehen. Ein dauerhaftes Mobbing von Schülern und auch Lehrern ist inakzeptabel und zerstört nur die Kommunikationsebene und den Betroffenen. Deswegen liebe Lehrer, liebe Mitschüler vielleicht versteht ihr jetzt euer Gegenüber besser und entdeckt manche Sorgen und Nöte beim Anderen.Liebe Lehrer eine Entschuldigung ist kein zeigen von Schwachheit oder Inkompetenz, es ist Wertschätzung. Liebe Mitschüler, die Lehrer sind da, um euch etwas beizubringen und euch auf euer zukünftiges Leben vorzubereiten.An sich wollen sie nur helfen und manchmal ist ihnen nicht bewusst was sie tun, Redet mit ihnen! Sonst kommt es nur zu Missverständnissen.

    Liebe(r) Tigerente,
    leider mussten wir den Namen der ehemaligen Lehrerin entfernen, da wir meinen, dass eine anonyme und nicht personengebundene Diskussion ausreicht.
    Danke für dein Verständnis!
    Dein Team von ANGEKREUZT.

  3. Meteor sagt:

    Ihr Lieben,

    um „Hr. B“ mal in Schutz zu nehmen: er hat sich in der nächste Stunde entschuldigt und sein – wie ich finde – auch nur menschliches Verhalten gerechtfertigt. Leider scheinen wir Schüler nicht in der Lage den Fehler erstmal bei uns zu suchen – den dort liegt er oftmals. Die Situation war zwar schon „krass“, aber es gab auch eine Ursache und eine – meiner Meinung nach – nicht unerhebliche Provokation des Lehrers durch den Schüler. Würden sich unserer Lehrer nicht auch nur wie ganz normale Menschen benehmen – und dazu zählt auch mal ein „Vergreifen“ im Tonfall – so würde es an unserer Schule ganz anders zugehen… Ich bin sehr froh über unser „Lehrpersonal“, dass ist wirklich „Luxus“ eine solche Bildung zu „genießen“.

    Veschwendet eure Energie nicht im Aufregen und Rumhetzen, sonder macht was schönes und genießt die Jugend (auch wenn ich jetzt wie Mutti klinge :D)

    • * sagt:

      das finde ich einen durchaus interessanten Beitrag!!! Wenn Herr B. sich wirklich in der nächsten Stunde entschuldigt hat, dann fehlt diese Information ja eindeutig beim Haupttext, was das Ganze natürlich unter einem anderen Licht erscheinen lassen würde…

      zur Sv wollte ich noch sagen, dass ich auch denke, dass es vor allem wichtig ist, solche Dinge auch den Lehrern zu sagen. Es gibt völlig verschiedene ‚Arten‘ von Lehrern und der eine hat eben eine völlig andere Art von Humor als ein anderer haben mag. Deshalb denke ich ist es auch für die Lehrer gut, wenn man Ihnen sagt, was man nicht in Ordnung fand, damit sie beim nächsten Mal das besser einschätzen können!

    • Co-Autor sagt:

      Vielen Dank für diese Information, das mit der Entschuldigung war mir nicht bewusst.

      Wie du (da ich deine Identität nicht kenne, erlaube ich mir mal, dich zu duzen) vermutlich weißt, hat sich der als Aufhänger verwendete Vorfall in der Tat ein wenig anders abgespielt – die Rahmenhandlung wurde, um die betroffenen Personen zu „schützen“, frei erfunden. Auch die Gedanken des Erzählers entstammen unserer Feder.
      Allerdings war in dem Team, dass bei der Entstehung dieses Artikels beteiligt war, eine Person aus der Klasse, in der sich der Vorfall abspielte, anwesend. Ich nehme an, dass die Person allzu große Abweichungen herausgenommen hätte.

      Diese Veränderung der Handlung würde ich damit legitimieren, dass wir nicht den konkreten Fall anpragern wollten – obwohl es der Auslöser für diesen Artikel war – sondern wir die grundsetzliche Problematik aufzeigen und kritisieren wollten.

  4. SV sagt:

    Wir sind auch (wie Herr Bieneck) davon überzeugt, dass es viele Personen an unserer Schule gibt, die sich bemühen, solche Probleme zu lösen. Wir haben heute in der SV über dieses Thema gesprochen und wollen jeden ermutigen, der sich von einem Lehrer angegriffen fühlt, mit diesem Problem zu uns zu kommen. Wir haben auch mit Frau Füllkrug darüber geredet und sie hat deutlich gesagt, dass solche Probleme angegangen werden müssen. Dafür steht uns auch unser Vertrauenslehrer Herr Körner zur Seite, der ALLEN Schülern helfen kann. Das Problem, das hier von „Angekreuzt“ geschildert wird, ist auf alle Fälle lösbar, wenn der Schüler, den das betrifft mit dem jeweiligen Lehrer redet. Solche Probleme sind nicht lösbar, wenn beide Seiten nicht miteinander reden. Häufig fassen Schüler einen lustig gemeinten Kommentar negativ auf, doch für einen Lehrer ist das oft nicht ersichtlich, wenn ihm keiner das sagt. Und das meinen nicht nur wir; das haben uns auch viele Lehrer gesagt.

    Es ist gut, dass die Thematik einmal öffentlich angesprochen worden ist, doch nun sollten die Personen, die sich in solch einer Situation befinden, eine Lösung mit dem Lehrer gemeinsam finden. Wenn also jemand bei einem solchen Gespräch Hilfe benötigt, dann hat er unsere Rückendeckung und auch die Unterstützung der Vertrauenslehrer und der Schulleitung. Man sollte keine Angst vor Konsequenzen eines Gespräches haben – man sollte solche Probleme lieber offensiv angehen und wenn sich jemand nicht traut, dann helfen wir und Herr Körner, wo wir können.

    Liebe Grüße

    Eure/Ihre SV

    • Co-Autor sagt:

      Ich finde es gut, dass ihr die Initiative ergreift – denn das zeigt ja, das wir unser Ziel (die Problematik benennen und möglichst Lösungswege finden/begünstigen) erreicht haben.

  5. Herr Ackermann sagt:

    Liebe angekreuzt-Redaktion,

    ihr beschreibt das Anliegen, das ihr mit der Veröffentlichung des anonym-offenen Briefs an Herrn B. verbindet, klipp und klar: beide Parteien sollen sich in die andere Seite hineinversetzen können, Missverständnisse geklärt und Konfliktsituationen im gegenseitigen Respekt voreinander entschärft werden. Wer mag da nicht zustimmen, dass dies ehrenwerte Ziele sind und die angekreuzt-Redaktion sich hier als Mediator erweist.
    Tut mir furchtbar leid, aber ich finde, dass sowohl euer ach so ausgewogener Vortext als auch der darauf folgende Artikel, wenig geeignet sind, diesem Anliegen gerecht zu werden. Ich merke es an meinen ersten beiden Reaktionen während der Lektüre.
    Reaktion Nummer 1 (und es melde sich bitte der Schüler oder Kollege, der diesen Gedanken nicht bei der Lektüre hatte): Wer ist hier gemeint? Zwar weist die Redaktion (sehr um den lieben Frieden besorgt!) darauf hin, dass man in Kommentaren von Klarnamen abzusehen habe, aber im Artikel wirft man dann frei mit Andeutungen um sich (Stockwerk, Unterrichtsfach), die ein lustiges Spekulieren in der Leserschaft erlauben. Na, dabei werden sicher alle Missverständnisse geklärt.
    Reaktion Nummer 2: Ist das (und alle anderen Beispiele) wirklich so gewesen? Klar, angekreuzt funktioniert als Blog nicht nach den üblichen Regeln des Journalismus, aber bei dieser dramatischen Darstellung des Lehrer-Schüler-Verhältnisses auf einer dem Kreuzgymnasium eng verbundenen Seite, wäre ein wenig Recherche nicht schlecht gewesen, wenn schon nicht bei der „Gegenseite“, also Herrn B., so doch wenigstens in der betreffenden Klasse. Die Wahrnehmung dieser Situation durch die Klasse hätte mich dann doch mehr interessiert, als die pathetischen Vorworte der Redaktion. Liebe Leser, merkt ihr, wie intensiv ich mich in die andere Partei hineinversetze? Von Konfliktentschärfung ganz zu schweigen.
    Dabei wäre es das Thema unbedingt wert gewesen, diskutiert zu werden. Selbst wenn ich Einseitigkeit und Polemik der Darstellung abziehe, wird ein Problem sichtbar, das als solches nicht unter den Tisch gekehrt werden sollte. Ob unter diesen Bedingungen von Halb-Öffentlichkeit und Etwas-Informiertheit eine offene Diskussion funktioniert, wage ich zu bezweifeln.

    Liebe angekreuzt-Redaktion,

    mir behagt euer Lavieren im Vortext nicht.
    Wenn ihr meint, der Artikel sei einseitig, weil der Zusammenhang fehlt, in dem die geschilderte Situation stattgefunden hat, dann distanziert euch bitteschön davon, aber tut mir nicht so verständnisvoll pädagogisch.
    Wenn ihr meint, die geschilderten Vorfälle seien nicht typisch für unsere Schule, dann lasst bitte so skandalträchtige Äußerungen wie „Es häufen sich in letzter Zeit allerdings Fälle …“, „Immer öfter passiert …“ oder „Nahezu unmöglich erscheint es, sich als Schüler gegen solche Fehltritte zu wehren.“.

    Zum Schluss Reaktion Nummer drei: Natürlich befrage ich (der ich mitunter zur Cholerik neige und auch schon Schüler rausgeworfen habe) mich, wann ich über die Grenze des – wie ihr so hübsch schreibt – gerechten Zorns hinausgegangen bin. Ganz vergeblich ist euer Bemühen also nicht.

    Chr. Ackermann (Klarname)

    • gbieneck sagt:

      Der Kommentar geht von einer wesentlichen Grundannahme aus – wenn ich dies richtig sehe: Dass die eigentlichen Motive hinter diesem Artikel andere sind, als sie explizit im Text dargestellt werden. Man könne dies daran sehen, dass die Botschaft zwischen Vorrede und Artikel weit auseinandergehe: Während die eine um Verständnis und Harmonie wirbt, ist der Artikel darauf angelegt, Spekulationen anzuregen, Unsicherheit zu erzeugen. Darüber hinaus sei keineswegs klar, ob die Vorfälle so geschehen seien, Gegendarstellungen und/ oder Darstellungen aus einer anderen Perspektive fehlten.
      Was lässt sich darauf antworten? Ich glaube, ein grundlegendes Problem dahinter ist die Frage, ob solche Vorfälle veröffentlicht werden sollten oder nicht. Konkret: Den Schülern stehen genügend andere Möglichkeiten zu Gebote, durch die sie auf diese Vorfälle – so sie denn real waren – reagieren können: SV, Vertrauenslehrer, Schüler für Schüler usw. Warum haben sie also diese Möglichkeiten nicht genutzt, sondern den Weg der Veröffentlichung gewählt? – Der Artikel versucht, wenn auch kurz, eine Antwort drauf zu geben: Es ist die Angst vor den möglichen Konsequenzen, die dies für den Einzelnen haben könnte. Nun ließe sich sagen, dass diese Konsequenzen überbewertet werden, die Befürchtungen grundlos sind – Tatsache ist, dass in keinem der genannten Fälle die Schüler eine dieser Möglichkeiten ergriffen haben. Also warum nicht? Warum stellen diese Angebote für jemand, der betroffen ist, keine Lösungsmöglichkeit dar? Fehlt etwas? (Man kann hier natürlich auch negativer argumentieren, indem man behauptet, sobald Schüler wissen, dass sie veröffentlicht werden, wählen sie keinen anderen Weg mehr. Doch ist es ja nicht klar gewesen, dass diese Vorfälle veröffentlicht würden, außerdem ist dies der erste und einzige Artikel, der bisher erschienen ist; weiterhin wäre zu prüfen, ob es nicht weiter zurückliegende Vorfälle gibt, die im Artikel nicht thematisiert werden und die dennoch nicht an die helfenden Gremien herangetragen wurden.)
      Wenn man also annimmt, dass dieser Weg der Blogveröffentlichung einer ist, bei dem man das Thema ansprechen kann, ohne sich in besonderer Weise exponieren zu müssen, so ist in dieser Formulierung schon das Zweischneidige der Angelegenheit enthalten: Verstecke ich mich hinter Anonymus und wische dem Lehrer schnell noch eins aus? Oder aber ist dies die einzige Möglichkeit, das Thema anzusprechen, ohne gleich dafür an einen (wenn auch nur vermuteten) Pranger gestellt zu werden? – Zu harte Worte.
      Wenn man dann also die Möglichkeit des Veröffentlichens ernsthaft in Betracht zieht, ist die Frage der Form entscheidend. Und hier muss ich sagen, dass dem Hochladen auf den Blog lange und ernsthafte Gespräche voraus gingen, in denen ursprüngliche Versionen, die ungleich stärker den Ärger, die Wut, die Hilflosigkeit in den Mittelpunkt stellten, zugunsten dieser letzten Version, die sich durchaus ernsthaft als Gesprächsangebot verstanden wissen will, verworfen wurden. Die Frage war also: Wie kann das THEMA/ PROBLEM angesprochen werden, und dabei weitestgehend die Personen, um die es geht, herausgehalten werden. Es war von vornherein klar, dass ein Spekulieren über die Identität der Lehrer nicht zu vermeiden sein würde. Deshalb ist mit Herrn B. (ursprünglich wollte ich meinen ganzen Namen geben) und der Unterrichtssituation bewusst ein fiktiver Rahmen gewählt worden – zum einen, um die Spekulationen auf mich zu lenken, zum anderen, um feste Anhaltspunkte zu erschweren. Dass diese Fälle in anderer Form von den Schülern selbst diskutiert werden, und hier sicher mit Namensnennung und VOR der Veröffentlichung, dürfte auch klar sein. Die „Differenz der Intentionen“, wie am Anfang beschrieben, ist also keineswegs eine bösartige, keineswegs das Mäntelchen, das dem sensationslüsternen Artikel umgehängt wurde, sondern der schwierige und reflektierte Versuch, die Möglichkeiten und Grenzen der Veröffentlichung und des Mediums mitzudenken.
      Zum zweiten nur kurz: Meines Wissens haben die Ereignisse – unter dem Vorbehalt der Einleitung – genau so stattgefunden wie beschrieben.
      Ein letztes: Ja, ich habe mich auch in die Situation der Betroffenen versetzt- Und es bleibt dennoch hart, den Artikel zu lesen. Aber – ich habe sowohl in der Diskussion um den Artikel als auch in den bisherigen Kommentaren so viel an Einsehensbereitschaft, Offenheit, Rücknahme des eigenen Ich und des eigenen Ärgers erlebt, dass ich nur Mut machen könnte, in einen Dialog zu gehen. Denn aus meiner Sicht finde ich die Tatsache, dass solche Sachen herausrutschen, fast weniger schlimm, als die Tatsache, dass wir in der Schule zwar glauben, dass wir die Schüler durch ein „Vertrauensnetz“ auffangen, dies aber in solcherart schwierigen Fällen wohl nicht wirklich so ist.

    • * sagt:

      Vieles hat Herr Bieneck ja schon gesagt. Ich wollte nur noch kurz auf Reaktion 1 eingehen und muss sagen, dass es mir genauso ging! Ich weiß zwar wahrscheinlich etwas mehr über die Situation und auch den schwierigen Entstehungsprozess des Artikels als Sie, aber trotzdem war meine erste Überlegung danach, auf welchen Lehrer sich denn noch einmal der Artikel bezog… Da ich auch wusste, dass das Kürzel sich auf Herrn Bieneck bezieht und dies nur sozusagen ein Synonym war, blieb einem sozusagen alles offen und es gab wirklich die Situation, dass ich noch mit einer anderen Person vor der Kreuzschulseite saß und wir (zwar nur so halb zum Spaß aber trotzdem) geguckt haben, wer das denn sein könnte…..
      Und so entstehen wirklich Spekulation, wo ich mir auch nicht sicher war oder bin, ob das in so einem Falle so geeignet ist.

  6. m sagt:

    meiner meinung nach ist das ein bereits bekanntes thema, das nicht zu vernachlaessigen ist.
    ich finde es unangebracht, das runterzuspielen.
    auch wenn lehrer in der „schulhierachie“ ueber den schuelern stehen, muessen sie ihnen trotzdem respektvoll begegnen -man stelle sich nur mal vor, was es fuer ein drama waere, wenn ein schueler aehnliche auesserungen gegenueber einem lehrer fallenlassen wuerde.

    • blubb sagt:

      Find ich auch. Das is schon fast ein Tabuthema wenn man Lehrer kritisiert!! Was für ein christlicher Ansatz -.-

  7. hasimausi sagt:

    ich kenne solche situationen aus eigener erfahrung.. und das passiert nicht selten.
    es ist wichtig das sowas endlich mal angesprochen wird.

    Trotzdem sind unsere Lehrer nur Menschen, und haben mal einen schlechten Tag oder bekommen etwas in den falschen hals. Aber ebenso wir und wir haben es auch nicht immer leicht mit ihnen. Ich denke ein wenig mehr Rücksicht und Verständnis auf beiden(!!) seiten, wäre ein Anfang!

  8. °°° sagt:

    gottchen..jetzt malt mal nich den teufel an die wand…das sind menschen, genau wie wir. und zwischen menschen gibt es konflikte die mehr oder weniger erfolgreich gelöst werden.
    wir haben zum großteil shcon echt gute lehrer…da gibts ganz andere sachen.
    die meißten hier zitierten dinge sind im spaß gesagt und auch so verstanden.
    wir haben an unserer schule echt andere probleme als die lehrer..

    • * sagt:

      ich denke du hast Recht, dass unsere Lehrer nur Menschen sind. Ist ja klar, die können auch mal einen schlechten Tag haben usw. und ich denke, dass darf ihnen wirklich niemand übel nehmen!! Außerdem sind unsere Lehrer wirklich gut, kein Vergleich zu manchem, was man von anderen Schulen hört.

      Allerdings geht es entschieden zu weit, wenn der Betroffene sich richtig angegriffen und angefeindet fühlt, das ist dann auch kein Spaß mehr! Selbst wenn der Lehrer es vielleicht so meinte, sollte Spaß doch nie so weit gehen, dass es verletzend wirkt.

      Naja, wie schon einige hier sagten: Ein bisschen Rücksicht auf beiden Seiten macht das Leben garantiert einfacher!

      • --- sagt:

        Natürlich haben wir noch andere Probleme an unser Schule, aber trotzdem sollten solche Geschehenisse nicht zu leicht abgetan werden. Denn manche Leute können sich dadurch sehr verletzt fühlen und das trägt nicht zu einem besseren Schulklima bei, um GEMEINSAM neue probleme zu lösen, oder ?

      • Co-Autor sagt:

        °°°, woher willst du denn wissen, ob die Zitate im Spaß gesagt wurden? Ich möchte natürlich den Lehrern auch gerne unterstellen, dass das nicht ernst gemeint war, und vielleicht ist es in einigen Fällen auch so gewesen. Es gibt tatsächlich Lehrer, mit denen man spaßhaft so verkehren kann. Wenn beide Seiten verstehen, dass es nicht verletzend gemeint ist, und beide Seiten damit klarkommen, ist das meiner Meinung nach sogar besser als eine total autoritäre Beziehung. Aber als Kriterium für die Aufnahme in den Artikel haben wir eigentlich immer verwendet, dass sich der betroffene Schüler dadurch angegriffen fühlte, und das ist – bei allen lindernden Umständen, die bedacht werden müssen – nicht in Ordnung.

      • °°° sagt:

        zu der frage woher ich wissen will, dass gewisse zitate im spaß gesagt wurden: ich war dabei.

        ich selbst hatte auch extreme probleme mit einem lehrer. daher weiß ich, dass die richtig fiesen sachen nicht die sind, die laut gesagt werden.
        und ich weiß auch dass kein soziales netz unsere schule das abfangen kann.
        es gibt immer ausnahmen, die es einem als schüler wirklich schwer machen können. aber meine erfahrung ist einfach nur, dass ein versuch, die sache indirekt zu lösen, meistens scheitert.
        denn dadurch fühlt sich der lehrer nur bloßgestellt und beleidigt.
        wenn man als schüler erwachen behandelt werden will, sollte man sich auch so verhalten und kritik nicht im anonymen blog loslassen, sondern mit der betreffenden person selbst reden. und wenn das nichts hilft, dann kann man eben einfach mal nichts machen.
        ich find es einfach übertrieben hier so eine staatsaffaire draus zu machen, denn auch wenn wir unter der lehrerschaft vielleicht ein paar choleriker haben, kann man mit den meisten von ihnen ganz sachlich sprechen. und hier wird das problem von einzelnen auf die ganz schule projiziert, was nichts bringt, außer dass es die fronten verhärtet.

      • blubb sagt:

        °°° nichts gegen dich aber ich finde „und wenn das nichts hilft, dann kann man eben einfach mal nichts machen.“ nich gut. das löst die probleme nich. sehr deprimierend für den oder die betroffenen.

        und ich finds auch gut, jaaaaaa ich wiederhole mich 😉 , das auch sowas hier bei angekreuzt veröffentlicht wird (nichts gegen euch, aber sonst sinds ja nur so infos und ankündigungen)

    • * sagt:

      zu blubb. ich sehe das genauso wie du. natürlich ist es nicht gut, wenn man so eine Geschichte nur versucht, über das Internet loszuwerden und nichts im realen Leben dagegen tut. Aber darum geht es hier – denke ich – nicht. Die betreffende Person sollte (oder hat es dann vielleicht auch) natürlich mit dem Lehrer reden, das Problem muss ja irgendwie wieder aus der Welt geschafft werden, damit man wieder normal miteinander umgehen muss. Aber ich denke, hier auf dem Blog ist die Geschichte eher als Beispiel für eine unschöne Situation und um die Aufmerksamkeit auf so etwas ein bisschen zu schärfen, nicht darum, bestimmte Leute ‚runter zu machen‘ oder das Problem auf die Art und Weise zu beheben.
      Auch ich finde es eine gute Idee, auch solchen kritischeren Geschichten hier zu posten, schließlich ist das etwas, was jeden etwas angehen sollte, aber ich denke, man sollte es eben eher als Beispielgeschichte sehen!

  9. Notfallcode 9_13 sagt:

    Wer hat denn hier geredet? Mir tut, um ehrlich zu sein, der Lehrer mehr leid!

    • blubb sagt:

      ha na das versteh ich ni. also wenn einer dich als grinsefresse beschimpft dann find ich das schon hart. und warum tut der einem auch noch leid????

      • Ehemalige sagt:

        Hey ihr,

        für mich klang der Artikel so, als ob unsere Lehrer prinzipiell darauf aus sind die Schüler zu beleidigen/herunter zu machen und ihnen sehr schnell verletzende Worte über die Lippen kommen und dass es sie nicht interessiert, wie es bei uns bzw. euch Schülern ankommen könnte.
        In meinen acht Jahren an der Kreuzschule ist mir so etwas -wie die von euch als schlimm geschilderte Beleidigung- noch nicht passiert und sowas habe ich auch von Freunden aus anderen Klassen(-stufen) nicht zu Ohren bekommen.
        Ich finde, man kann es auch übertreiben. Ich selbst habe sicherlich auch schon ein paar Wutausbrüche und härtere Worte von Lehrern vernommen, jedoch waren dies immer gerechtfertigte und vor allem seltene Reaktionen. Manche Schüler benehmen sich einfach katastrophal und etwas wie Respekt scheint dem einen oder anderen auch nicht bekannt. Wäre ich Lehrer, würde ich eben diesen Schülern sicher viel passendere Worte als „Grinsefresse“ an den Kopf hauen und mir wäre der Geduldsfaden sicherlich dreimal öfter gerissen als den Lehrern an unserer Schule.
        Grinsefresse genannt und aus dem Unterricht geworfen zu werden, würde für mich nicht den Weltuntergang bedeuten. (Und dabei würde ich von mir behaupten auch eher zart besaitet zu sein 😉 ) Jedoch hatte das sicher seine Gründe und wenn es einen persönlich so mitnimmt, geht man (z.B.) nach dem Unterricht einfach zum betreffenden Lehrer, sagt ihm, dass man das nicht in Ordnung fand und kann es ausdiskutieren. Das Problem wäre somit für mich geklärt und man müsste sich auch nicht hinter der Anonymität des Internets verstecken. Außerdem gehören zu solchen Vorfällen doch auch sicher mindestens Zwei (wie so oft im Leben).
        Auch ich habe schon ein paar Sprüche weg stecken müssen. Das lag aber eigentlich immer daran, dass ich mich manchmal -wie sicher schon jeder von euch- einfach daneben benommen habe. Jedoch waren dies keine Worte, die mich verletzt hätten.
        Wie schon von ein paar Vorrednern erwähnt, sind unsere Lehrer auch nur Menschen und an manchen Tagen sind auch sie schneller gereizt als an anderen Tagen. Das kennt ihr doch von euch sicherlich auch, oder? Natürlich rechtfertigt das nicht ständige Wutausbrüche o.ä.
        Ich war in meiner Schulkarriere an der Kreuz mehr als zufrieden mit den Lehrern. So gut wie alle aus dem Kollegium sind wirklich mehr als kompetent. Und sicherlich hat so manch einer seine Eigenheiten und Macken (siehe: Arbeiten etc dürfen nur auf liniertem Papier geschrieben werden,…), aber wenn man einfach aufhört herum zu meckern und sich mal für 90 Minuten am Riemen reißt und sich einfach auf eben solche Eigenheiten einlässt und macht, was der Lehrer von einem verlangt (was an der Schule wirklich nicht so viel ist!), gibt es eigentlich kaum Konfliktpotential.
        Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ihr nie wieder von lehrendem ‚Personal‘ -ein besseres Wort fiel mir auf die Schnelle nicht ein- so verhätschelt werdet wie bei uns am Kreuz.
        Unsere Lehrer sind viel menschlicher und näher am Schüler als an manch andere Schule! Darüber sollte sich so manch einer im Klaren werden.
        Wie gesagt: „schlimme“ und ernst gemeinte Beleidigungen sind dadurch natürlich absolut nicht gerechtfertigt! Aber wenn so etwas nun einmal vorkommt, sollte man dies doch lieber auf der realen Ebene austragen und klären. Eben von Angesicht zu Angesicht. Das ist euer Recht als Schüler. Lehrer haben ja schließlich keine Narrenfreiheit, nur weil sie eben Lehrer sind!

  10. Held des Tages sagt:

    Ja auf jeden Fall, denn bis zur 10.Klasse, in welcher ich bin, ist mir nichts dergleichen widerfahren und dann soll so etwas nicht so ganz abwegig sein…gibt einem irgendwie zu bedenken

  11. Held des Tages sagt:

    Das ist wirklich geschehen, an unserer Schule? Ich habe mir gerade einfach aus Neugier mal unser Kollegium durchgesehen und dabei konnte ich mir keinen der Lehrer vorstellen, der so etwas gesagt oder gemacht haben könnte.

    • blubb sagt:

      na wer augen und ohren offen hält dem kommen solche vorfälle nicht mehr ganz soooo unbekannt vor.
      ich möchte keine details nennen aber ich kenne das auch von uns.

      gut das ihr das mal schreibt!

      • masu sagt:

        ich muss mich anschließen…aus eigener erfahrung. auch wenns teilweise nur spaß sein soll…es gibt doch immer menschen die ein bisschen sensibler sind oder?aber ich denke auch für die, die solche vorfälle leicht wegstecken ist das doch ein krasser fall. also einfach drüber hinweg zusehen finde ich absolut dumm!

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