Sensen bis zum bitteren Ende

Veröffentlicht: 8. Juli 2011 von angekreuzt in Allgemein, Freizeit

Lutz Schneider / pixelio.de

Während alle anderen das Ende des Schuljahres feierten, mussten wir uns mit seit zwei Jahren nicht mehr gemähten Elbwiesen herumschlagen.

Am Mittwoch vor Himmelfahrt waren wir schon einmal frühmorgens (teils) gut ausgerüstet vor dem Tor am Körnerweg angetreten, das über eine Pferdekoppel zur Wiese führt. Doch als wir alle angekommen waren, wurde uns mitgeteilt, dass das ganze wortwörtlich ins Wasser fällt. Die meisten kehrten nach Hause zurück, doch ein paar tapfere Schüler blieben trotz Regens, um sich schon einmal in den Umgang mit einer Sense einführen zu lassen.

Als wir uns ein Stück durch das hohe und nasse Gras gekämpft hatten, erhaschten wir erste Blicke auf die eigentliche Nutzung der Wiese im Landschaftsschutzgebiet: „Schworzbabbeln“, die einzigen noch erhaltenen einheimischen Pappeln, die durch ihre rezessive Vererbung sehr selten sind, wie uns ein Naturschützer erklärte. Das ist zwar völlig irrelevant, aber wir erfuhren es trotzdem in einem ausgedehnten Vortrag über die Vererbung bei der Schwarzpappel.

Dann zeigte man uns kurz und knapp, wie man senst. Es schien eigentlich ganz einfach und unanstrengend zu sein, doch der Eindruck täuschte.

Am letzten Donnerstag vor den großen Ferien trafen wir uns nun erneut vor besagtem Tor, diesmal ohne Regencapes und noch besser ausgerüstet. Diesmal war die Einführung sehr kurz und wir begannen rasch mit der Arbeit. Unsere Aufgabe war es, die Wiese auf die Rekultivierung vorzubereiten, indem wir sie mit der Sense mähten,.
Doch die Arbeit wurde uns durch viele riesige, flächendeckende Him- und Brombeerstraucher sowie durch zahlreiche, mannshohe Kletten erschwert.

Die Folge: Wir kamen nur sehr langsam voran und unsere Motivation sank trotz ausgiebiger Pause ins Bodenlose. Doch trotzdem hielten wir mehr oder weniger durch und schafften es doch noch.

Und jetzt kommt der für euch relevante Teil (Zukünftige Elfer und Zwölfer: Ihr könnt durchatmen!):

Um die Wiese nicht wieder so verwildern zu lassen, muss sie natürlich jedes Jahr gemäht und die Obstbäume darauf müssen jedes Jahr abgeerntet werden. Ja, und das übernehmen ab jetzt Kreuzschüler, also IHR.

Rainer Sturm / pixelio.de

Anfang nächsten Jahres dürfen die Fünftklässler wahrscheinlich Äpfel ernten gehen und vielleicht sogar zu Apfelsaft pressen.

Und damit sich die Größeren nicht langweilen, dürfen sie die Wiese mähen.

Aber jetzt die gute Nachricht:

Bei euch wird es definitiv leichter als bei uns!

Und jetzt wünsche ich euch allen schöne Ferien!

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Kommentare
  1. Charlotte sagt:

    Ja. 😉

  2. Elena sagt:

    sagt mal… heißt das, dass ihr bei Frau Schmidt auf dem Hof sensen usw. wart??

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